Pathologie des permanenten Ich – Arsen Vukov

 

Pathologie des permanenten Ich – für Arsen Vukov ist Identität der Katastrophenfall des kreativ theoretischen Modells. Kunst und Künstler sind ein untrennbar miteinander verbundenes, ununterscheidbares Ichkonstrukt, es handelt sich immer um die Frage nach der Unsterblichkeit und dem was bleibt. Semi – autofiktionales Schaffen von mysteriösen Reliquien, um die Frage nach der Substanz des Seins zu stellen. Mit Hilfe von, den rationalen Intellekt hinterfragenden Techniken, ins Herz der Dinge dringenden, Faust´schem Geist Fragen durch das Schaffen zu stellen.

Derat entwickelt sich aus dem momentanen Zustand der Verortung der Gegenstände ein Vektor und führt zu minimalen Skulpturen …

Dieser Ansatz ist dem streben nach dem Gefühlsausdruck der gesellschaftlichen Ordnung geschuldet, welche sich durch eine vermeintliche Introspektion der Bedingungen der zu betrachtenden Formen und Kombinationen der ästhetischen Assemblagen ergibt, bzw sich in immer anderen Formen gebiert, die dem Ding an sich widersprechen, indem sie es zu neuen Konstrukten vereinen. Diese Arbeiten sind somit Reflexion der Codes, um jene unstillbare latent pseudo-magische Handlung des Anhäufens der Dinglichkeiten und die Anbetung der damit erschaffenen Darstellung, dieser Altäre des Ding-Selbst, ad absurdum zu führen.

Ein Prozeß, welcher bei manchen Menschen fehlende Harmonie und Unbehagen konstatiert, wohingehend die Dichotomien: Hab und Gut, Besitz und Macht, Gesetz und Ordnung, Haben und Nichthaben, als gegeben und richtig erachtet werden. Indes es der Ansatz Arsene Vukovs ist, zu versuchen, gegenüber der chaotischen, organischen Einheit der Dinge und ihrer Umwelt eine differente Art von Ordnung wiederherzustellen bzw zu evaluieren, indem sie quasi religiös – kategorisch imperativ und holistisch willkürlich neu geordnet und verteilt werden. Um wie Relikte einer vergangenen, animistischen Sprache, die den Objekten innewohnt, gelesen werden zu können, und die Objekte als stumme Zeugen einer kataklysmischen Apotheose der Viel-selbstheit zu sehen, der der Künstler damit eine Stimme verleiht.

Arsen Vukov 2019

Arsene Vukovs Arbeiten sind zu sehen während der Grazer Galerientage vom 3.-5. Mai 2019 in der Galerie: Gottrekorder